Was ist einer guter ‚Schafspelz‘?

Etwas in Etwas – da haben wir einen Wolf, der wie ein Schaf aussehen will. Nimmt man für diese Absicht ein fabrikneues Fahrzeug, das an sich schon auffällig ist, und baut in dieses einen starken Motor ein, lässt ihn tiefer legen, baut Schweller an und so, dann kann man schwerlich von einem Wolf im Schafspelz sprechen. Das wäre dann mehr ein Hund im Schafspelz, geht also an dem Thema ‚Wolf im Schafspelz‘ total vorbei. Thema verfehlt, würde es in der Schule heißen.

Der richtige ‚Wolf im Schafspelz‘ sieht, auch bei näherem Hinsehen wie ein Schaf aus! Wie ein Schaf! Nicht wie ein Wolf! Sonst könnte man ja gleich Wolf im Wolfspelz sagen, was Blödsinn wäre.

Also, der gute Wolf im Schafspelz sieht aus wie ein Schaf, von oben, von unten, von der Seite, von hinten und von vorn. Um als guter Wolf im Schafspelz durchzugehen, müssen auch die Details stimmen. Kommt so ein Blödmann daher und nimmt das vermeintliche Schaf unter die Lupe, dann sollte er auch dann überzeugt sein, es mit einem Schaf zu tun zu haben, und nicht mit einem Wolf!

Details geben der Absicht den letzten Schliff.

 

So sieht die Karre erstmal aus wie ein Schaf – ein großes Schaf zwar, aber ein Schaf, ein E 200 eben, nix sozusagen.

Dazu die passenden Details:

Sie werden vielleicht denken, ‚ha, Roststellen, geht gar nicht‘, aber dann haben Sie das Prinzip des Wolfes im Schafspelz nicht verstanden und sollten vielleicht besser Catcar fahren oder Rasenmäher. Schade, dass der E 200 keine Zierleisten hat, denn eine fehlende Zierleiste, Rostblumen unter den Verankerungen der verbliebenen Zierleisten würden das Bild so richtig perfekt machen. Ein Schiefe Stoßstange ist auch immer gut.

Dann, meine sehr verehrten Damen und Herren, und nur dann, sprechen wir von einem Wolf im Schafspelz, vorausgesetzt unter der Haube sind dann auch mindestens 8 Zylinder (besser 12) und 270 PS (besser 450).

Also, in diesem Sinnen, lassen Sie sich inspirieren, mit freundlichen Grüßen Jörg Baumann.