Schneller Harry…

Der schnelle Harry – man kauft sich die Gegenstände, die man braucht. Entweder wählt man bewusst oder unbewusst. Und sei es, dass man entscheidet, dass ein anderer entscheidet…

Also, das Beitragsbild zeigt das Auto des schnellen Harry, der, mit Werkzeugkiste, vermutlich im Geheimauftrag unterwegs zu sein wünscht. Und vermutlich in einer fiktionalen Welt, denn in der hiesigen ist die Karre viel zu auffällig. Der Fahrer (mit Sicherheit männlich) bringt zum Ausdruck, dass er gerne schwarz-weiß denkt (also von simplerem Gemüt ist), dass er gerne schnell fährt (Felgen, Heckfenster) und dabei aber auch irgendwie praktisch veranlagt ist (Kombi). Und das Geld ist auch irgendwie da, man fährt schließlich Mercedes. So richtig praktisch ist das Ding allerdings nicht, weil man damit wohl nur solo fahrend heile über eine Fahrbahnerhöhung zur Tempobremsung gelangt.

Ja, ja, der schnelle Harry – letztlich 50’000 oder mehr, nur um letztlich als relativer (aber vielleicht recht dekorativer) Dummkopf dazustehen, der knapp daran vorbeigeschrammt ist, als misslungenes Exemplar im Zoo ausgestellt zu werden (gibt’s viele davon).

Diese Gurke hingegen zeugt von Verstand. Eigentlich ein Friseurinnenauto, zeigt sich nach einigen Überlegungen der Wert des Fahrzeugs. Der Fahrer ist meistens mit zwei Hunden unterwegs. Also Fahrer hinters Lenkrad, einen Hund in den Kofferraum, einen auf die Rücksitzbank und fertig. Zur Not können noch zwei Passagiere mitfahren. So zu dritt also kommt man mit dem Auto überall hin, wo man mit einem Pkw hinwollen könnte (auch ohne auszusteigen, um über einen Verkehrshügel zur Tempozwangsbremsung zu fahren). Die Ersatzteile sind günstig, der Verbrauch schwer zu schlagen. Für lange und häufige Autobahnfahrten bräuchte man natürlich ein anderes Fahrzeug, aber da unser Fahrer überwiegend die Landstraßen des Landes befährt, ist diese Wahl nicht erforderlich.

Man sollte halt doch überlegen, bevor man sich etwas zulegt, was so deutlich das Innere nach außen stellt, wie ein Pkw. Mit der Anschaffung von Hunden begehen übrigens die meisten den gleichen Fehler wie der schnelle Harry, bzw. zeigen sich vergleichbar geistlos. Kleines Ego, großer Hund, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, für welchen Einsatz der Hund gebraucht wird.

Na denn, meine sehr verehrten Damen und Herren, Sie sehen, da bin ich wieder, ich freue mich auf mehr, bis später, Ihr Jörg Baumann