Raumschiff Enterprise

Viele, nicht alle, aber viele Menschen haben zuviel Raumschiff Enterprise oder Star Trek oder vergleichbare Filme und Serien geschaut. Mit 18 und mehr Jahren scheinen sie davon zu träumen, wie Capt’n Kirk auf die Brück zu kommen, ein paar Sprüche und Befehle runterzuleiern und bei Bedarf in den Tiefschlaf zu versinken. Während ihr Raumschiff durch die endlosen Weiten des Erdoberfläche dahinrollt.

Noch in den 1970er Jahren hatte ein Auto in erster Linie Gas und Bremse und wenn man ins Auto stieg, ging es irgendwie ums Autofahren.

Viele Automobilisten kommen mir vor wie die vollgefressenen, lahmen Fettsäcke aus dem Film ‚Wall-E‘ oder wie der heißt. Sollten Sie sich auf jeden Fall mal anschauen. So, wie die Raumschiffpassagiere da einfach nur noch fett rumsitzen und Süßstoff aus dem Strohhalm nuckeln, setzen sich die Leute heute in ihren vollklimatisierten und teilautonom fahrenden Multifunktionskasten – Gehirn aus und los geht’s.

Ungefähr so, wie die Menschen, die mit ihren Hunden oder Kindern unterwegs sind und ihren Blick dauernd und permanent auf ihrem Smartphone haben. Wandelnde Telefonzellen…

Also meine Vermutung, dass die Menschen, während sie leben, eigentlich tot sein wollen, erhärtet sich in mir zunehmend. Je mehr ich darüber nachdenke, desto deutlich wird für mich, dass viele Menschen den ganzen Tag damit beschäftigt sind, wie sie eine ursprüngliche Beschäftigung automatisieren können, derart, dass sie diese nicht mehr ausüben müssen.

So wird eine Handlung nach der Anderen automatisiert. Wäsche wäscht sich alleine und hängt sich von selbst auf. Der Geschirrspüler befüllt und leert sich autonom, selbst das Pressen während des Stuhlgangs ist autonomisiert.

Das Denken haben die meisten eh an den Nagel gehängt – was wir fühlen überlassen wir Eventmanagern – na denn, Alkoholismus ahoi.