Von Menschen und Autos

Eben ist mir eingefallen, was ich an den meisten Autos so unendlich abartig finde – sie erinnern mich irgendwie an Menschen, die ich, in ihrer erbarmungslosen Denkunfähigkeit (sich selbst nicht in Frage stellen können) ebenfalls als absolut abartig wahrnehme; beinahe wie Roboter.

Ein Auto ist ein sehr vielfältiger und extrem durchdachter Gegenstand, der in seiner Durchdachtheit von Menschen für Menschen geschaffen wurde. In ihnen (den Autos) spiegelt sich also der versammelte Schwachsinn des Menschen, seine Erbärmlichkeit.

Wenn Menschen nicht über den Gegenstand Auto nachdenken und es dennoch gebrauchen, sind sie erbärmlich unaufmerksam. Wollen sie irgendeinen persönlichen Status (z. B. toller Hecht) mit dem Auto zum Ausdruck bringen, ist dies meist auch nur ein Ausdruck der Erbarmungswürdigkeit, denn die meisten verbinden teuer, groß, unwirtschaftlich, umweltverschmutzend mit hohem Status.

Dass sie damit im Grunde ihre insgesamte Mickrigkeit und Kleinheit unter Beweis stellen, das fällt den meisten nicht auf, was ihr Erbärmlichkeit zusätzlich zum Ausdruck bringt.

Nimmt man das Auto als das, was es ist, ein Fortbewegungsmittel, dass einen bedeutend schneller als zu Fuß von A nach B bringt, dann kann man, meine ich, viel Freude daran haben. In allen anderen Fällen spiegelt das Auto für mich nur eines wider: ein misslungenes Leben.

Gelingt das Ihre?