Zurück zur Freude am Fahren

Das ganze Mercedes-Gedöhns der letzten Monate war überflüssig. Ich denke, diesen blog lesen Menschen, die eh wissen, worauf es ankommt.

Wer Freude am Autofahren hat, der empfindet diese auch mit 26 PS. Heute sah ich eine alte „Ente“, ein Citroen 2CV im hohen Gras stehen, vor sich hinrottend. Obwohl meine 2CV-Erfahrungen als Fahrer eher nicht so gut sind, habe ich das Mitfahren sehr genießen können, besonders im Fond.

Ich schätze einfache, spartanisch ausgerüstete Fahrzeuge. Alles andere ist mir einfach zuviel. Schwere Wagen, in welchem man in den Ledersitzen versinkt und die vor Elektronik nur so strotzen, mindern meine Freude am Fahren und Mitfahren extrem. Im Grunde ist mein ganze Fahrgefühl in so einer Karosse dahin.

Mir gefällt das Dröhnen des Motors. Mir gefällt, auf einer einfachen Garnitur zu sitzen, was mein Gefühl verstärkt, dass ich in einem Auto sitze (und fahre) und nicht in einem Wohnzimmer auf der Couch sitze.

Wenn ich im Wohnzimmer auf einer bequemen Couch sitzen möchte, dann tue ich das. Wohnzimmer und Auto kann ich irgendwie noch unterscheiden. Und ich finde den Unterschied gut.

Allerdings möchte ich als Zubehör nicht mehr auf eine Klimaanlage verzichten. Die heißen Sommer in Norddeutschland machen diese nötig, da ich mit Hunden unterwegs bin. Und die tragen bekannterweise stets und ständig einen „Fellmantel“. Ein Radio finde ich auch gut, möglichst mit gutem Empfang. Eine Heizung im Winter und das Auto ist perfekt.

Sicherlich spielt auch die Zuverlässigkeit eine große Rolle, aber ich denke, das ist eine Frage der richtigen Werkstatt und eines sorgsamen Umgangs mit dem Gegenstand. Man sollte nicht vergessen, ein Auto ist zunächst ein Gegenstand.

In diesen ist sehr viel menschliches Herzblut eingeflossen, was die Pflicht zu einem sorgsamen Umgang noch erhöht.

Ich liebe es, mit meinen Hunden auf einsamen Landstraßen unterwegs zu sein. Die Fähigkeit, auch mal anzuhalten und auszusteigen, mit den Hunden eine Runde zu gehen …

Rasen und Vollbremsungen, quietschende Reifen in den Kurven, burn outs und so, das finde ich ziemlich abartig. Da halte ich es für angemessener, ein paar Kilometer (mit den Hunden) zu laufen, da werden auch Energien frei.

Im Sommer am späten Nachmittag, mit Hunden und Klimaanlage über stille Landstraßen gleiten, in einem spartanisch ausgerüsteten Auto – perfekt!