Autofahren – wozu?

Man fährt  zur Arbeit, zum Einkaufen, in den Urlaub, auf Besuch. Wichtig ist natürlich auch, dass man Auto fährt, um seinen Status herzuzeigen: „Hier, ihr Lümmel, hier komme ich und seht, was ich für ein tolles Auto fahre. Und das fahre ich, weil ich ein toller Typ bin.“

So sieht es doch aus, in der Welt der armen Würstchen. Als wenn ein Mensch für mich dadurch interessanter wird, je größer sein Auto ist. Meist stecken in den großen und größeren Autos einfach nur große und größere Psychos. Wären sie nämlich keine großen Psychos, bräuchten sie das Statussymbol Auto nicht.

Hunde sind ein guter Gradmesser für das, was los ist. Denen ist es egal, ob sie in einem Klein- oder Kleinstwagen transportiert werden. Entscheidend ist der Ort, den man mit ihnen ansteuert. Und mir geht es genau so. Solange die Karre fährt, ist es egal, was es für eine ist. Gut ist, wenn sie günstig zu bewegen ist.

Günstig ist deshalb gut, weil man mit einer günstigen Dreckschleuder die Umwelt weniger belastet. An die Umwelt denken jedoch die wenigsten Menschen in Nordeuropa, denn hier werden die Autos immer größer. Die Leute sind also nicht nur Psychos, weil sie Dinge als Statussymbol brauchen, sie auch noch geistlose Umweltverpester.

Statussymbole hat jeder, sobald er irgendein Ding an sich oder mit sich führt. Das ist unvermeidlich. Ich halte die gängigen Statussymbole für einen Ausdruck der Jämmerlichkeit ihrer Besitzer. Es ist unter meiner Würde, es ihnen gleichtun zu wollen. Wenn es diesen Hohlköpfen erlaubt wäre, führen sie mit einem Panzer zur Arbeit, zum Einkaufen, zur Tanz- und Turnstunde und Musikstunde ihrer Kinder, einem Leopard II zum Beispiel.

So sieht es aus – Panzer, die Deppen würden wirklich Panzer fahren, wenn man sie ließe. Gehören sie auch zu diesen Knallköppen? Wenn ja, viel Spaß dabei.